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Es war einmal … und dann doch nicht

21.09.2011 in Schülerbeiträge 2011/2012 von JuS-Team


Am Donnerstag, den 8. September, war unsere Klasse auf einem Ausflug in die Deutsche Guggenheim in Mitte. Dort fand im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals eine Lesung von Michael Endes Roman Momo statt. Wie die anderen anwesenden Klassen erwarteten auch wir eine kurze Einführung in das Buch und danach, wie im Informationsblatt angekündigt, eine Diskussion zu „Erzählstrukturen in Märchen am Beispiel von Momo“. Nach der nicht sehr gut gegliederten Lesung , während derer zwischen der Inspiration Endes zu dieser Geschichte und der Lektüre von Textausschnitten hin- und hergewechselt wurde, begann die Diskussion. Innerhalb dieser wurden das Thema und der Hintergrund der Geschichte vereinfacht dargestellt. Die meisten von uns waren gelangweilt von diesem doch sehr niveaulosen Diskutieren über Fundamentales, wie die Tatsache, dass Momo in dieser Geschichte die Heldin ist. Während der Informationsbogen noch auf Schnittstellen zur derzeitigen Ausstellung in der Deutschen Guggenheim verwies, wurden wir dennoch wieder enttäuscht. Thematisiert wurden dort Fabeln, Mythen und Märchen in der Gegenwartskultur. Es gab in mehreren Räumen einige Videoinstallationen, aber man konnte die versprochenen Schnittstellen zur Diskussion und selbst den Zusammenhang zu Fabeln, Mythen oder Ähnlichem beim besten Willen nicht erkennen.

Mir bleibt nur zu sagen: Auf diese Lesung hätten wir nun wirklich verzichten können, und die Ausstellung ist eher eine Sammlung verschiedener kleiner Videoarbeiten, deren Bezug zum Thema vage bleibt. Also bitte, Momo, gib uns diese gestohlene Zeit zurück!

Französisches Gymnasium | Friedrich Thorwald | Klasse 9B1


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