Von flippig zu spießig – der Prenzlauer Berg
20.06.2011 in Uncategorized von JuS-Team
Früher, etwa vor 20 Jahren, war der so genannte „Prenzlberg” eigentlich nur bei Studenten und ärmeren Leuten beliebt, denn hier gab es alte und schöne, aber auch kaputte Häuser. Dadurch waren die Wohnungen meist nicht sehr teuer. Der Kiez wurde durch verrückte und ideenreiche Menschen zu einem sehr flippigen Teil von Berlin. Es gab viele nette Läden aber auch Künstler in Prenzlauer Berg.
Durch diese sympathischen Seiten wurden immer mehr reiche und noble Menschen angezogen, die auch flippig sein wollten. Darum zog ein Teil der anfänglichen Bewohner weg. Immer mehr alte Läden ersetzte man durch neue und dauernd kamen neue reiche Leute. So kam es dazu, dass der Kiez sich (wie wahrscheinlich von den „Auswanderern“ erwartet) sehr veränderte. Im Laufe der Jahre verwandelte sich der Prenzlauer Berg von einem flippigen in einen etwas spießigen Kiez. Aus Antiquariaten wurden Schuhläden, aus dem tollen Secondhand-Laden um die Ecke wurde ein Frisörsalon und so weiter. Ich finde es traurig, dass viele ärmere Menschen und Künstler auf diese Weise von den reichen vertrieben worden sind, obwohl das „neue Volk“ es erst gar nicht so wollte: Eigentlich wollten sie sich ja nur eine Scheibe von dieser Kreativität abschneiden, jedoch haben sie sich wohl etwas zu viel abgeschnitten. Aber sie sorgten auch für die Sanierung der Häuser und dadurch wurden die Wohnungen teurer.
Aber zu einem Kiez gehört nun mal auch eine Veränderung. Dennoch ist es schön, in diesem Viertel zu wohnen, denn es gibt immer noch viele kreative Orte.
Grundschule am Kollwitzplatz | Serafina Welz | Klasse 6d

