Das besondere Interview
20.06.2011 in Uncategorized von JuS-Team
Ein Gespräch mit Jens Fritze, Macher und Moderator der Radioshow „Rock City“
F: Jens, du hast eine eigene Radioshow. Wie bist du denn zum Radio gekommen?
A: Ich habe vor ein paar Jahren ein Praktikum beim Uniradio Berlin-Brandenburg gemacht. Da habe ich bei einer Sendung, die Campus live hieß, mit anderen Praktikanten gearbeitet. Ich habe Beiträge gemacht, habe später moderiert und nach einigen Monaten habe ich eine eigene Musiksendung bekommen.
F: Seit wann gibt es deine Radioshow?
A: Meine Musiksendung gibt es seit August 2008.
F: Deine Radiosendung hat den Namen „Rock City“. Wie ist der Name entstanden?
A: Das frage ich mich manchmal auch. Das war ein bisschen einfallslos, deshalb nenne ich sie heute Rock City Radio Show, weil es viele Rock Citys gibt. Die Idee kam relativ spontan. Ich hatte irgendwann meinen ersten Sendtermin und brauchte einen Namen für die Sendung. Es gibt auch ein paar Lieder, die Rock City heißen, und so bin ich wahrscheinlich auf Rock City gekommen.
F: Und worum geht es in deiner Radiosendung?
A: Das musikalische Spektrum der Sendung – es ist ja eine Musiksendung – umfasst das Spektrum Rock, Hardrock und Heavy Metal.
F: Auf welchem Sender und wann kann man „Rock City“ hören?
A: Die Rock City Radio Show läuft über den Offenen Kanal Berlin, der Sender heißt ALEX. Die Sendung läuft alle zwei Wochen mittwochs von 16-17 Uhr.
F: Welche Rubriken gibt es in deiner Sendung?
A: Ich habe keine festen Rubriken, aber ich habe bestimmte Sachen, die ich immer wieder mache, beispielsweise habe ich oft ein bis zwei Interviews mit Musikern in der Sendung, dann mache ich noch Konzertkritiken und manchmal CD- oder Buchkritiken.
F: Gehst du oft auf Konzerte?
A: Ja. Das ist das Schöne an dem Job, dass, wenn man über Konzerte berichtet, man umsonst hingehen kann. Ich bin im Jahr bei ungefähr 40-50 Konzerten.
F: Was hast du bei einem Konzert oder Interview Lustiges erlebt?
A: Lustig waren einige Erlebnisse erst im Nachhinein. Bei meinem ersten Interview mit einer englisch-sprachigen Band habe ich nach einer viertel Stunde Interview gemerkt, dass ich vergessen hatte, das Aufnahmegerät einzuschalten. Das war ganz schön doof.
F: Welche Musik hörst du privat gern? Hast du auch eine Lieblingsband?
A: Ich habe keine wirkliche Lieblingsband. Es gibt aber Bands, die mich seit Jahrzehnten begleiten. Zu Hause höre ich nicht nur Hardrock und Heavy Metal, sondern auch Musik von Leonard Cohen oder Udo Jürgens.
F: Was heißt Heavy Metal?
A: Schwermetall.
F: Was ist das für Musik?
A: Heavy Metal ist so eine Art härtere Version von Hardrock. Bekannte Heavy Metal-Bands sind zum Beispiel Iron Maiden oder Judas Priest.
F: Du produzierst deine Radioshow selbst. Kannst du kurz den Entstehungsprozess einer Sendung schildern?
A: Das Ganze richtet sich natürlich nach dem Inhalt. Nehmen wir als Beispiel eine Sendung, in der ein Interview mit der Heavy Metal-Sängerin Doro Pesch sein soll. Dann kontaktiere ich das Management oder die Plattenfirma und versuche einen Interviewtermin und eine Pressekarte für das Konzert zu bekommen. Wenn das klappt, bereite ich mich auf das Interview vor, gehe zum Termin und interviewe Doro Pesch. Kurz danach setze ich mich ins Studio und bearbeite das Interview für die Sendung.
F: Bekommst du für deine Radiosendung Geld?
A: Nein, ich mache das aus Spaß an der Freude.
F: Was machst du, um Geld zu verdienen?
A: Ich arbeite bei Deutsche Welle-TV. Das ist praktischerweise gleich nebenan vom Sender ALEX, wo meine Sendung läuft.
F: Wann kann deine nächste Sendung hören? Welche Themen werden behandelt?
A: Die nächste Sendung läuft am kommenden Mittwoch, den 30. März. Da geht es eine Stunde lang um Thin Lizzy, das ist eine irische Hardrock-Band, die seit kurzem wieder auf Tournee ist. Ich habe den Gitarristen interviewt. Ich erzähle was über neu veröffentlichte Platten von Thin Lizzy und mache eine Konzertkritik.
F: Wie lange planst du die Sendung noch zu machen?
A: Für immer.
F: Die brisante Frage zum Schluss: Jens, du hast ja eine Glatze. Kommt das vom vielen Stress?
A: Nein, das kommt vom vielen Head-bangen. Irgendwann sind die Haare irgendwo hängengeblieben.
Das Gespräch führte Gabriel Schroer
Grundschule am Kollwitzplatz | Gabriel Schroer | Klasse 6c

