Kontra: Abitur doch in 13 Jahren
17.06.2011 in Uncategorized von rene
Soll das 13. Schuljahr an Berliner Gymnasien wieder eingeführt werden?
Angesichts der Tatsache, dass Abiturienten aus unseren europäischen Nachbarländern ihr Abitur überwiegend auch nach 12 Jahren absolvieren, müssen deutsche Bildungspolitiker den internationalen Konkurrenzkampf bedenken. Die jungen Menschen beenden schneller die Schule, können früher studieren und somit schnell und gut qualifiziert ins Berufsleben einsteigen.
Die Arbeitgeber, sowohl im Ausland als auch in Deutschland, suchen junge, gut qualifizierte Auszubildende. Die erhalten sie nach einer zwölfjährigen Gymnasialzeit eher als bisher.
Zudem bestand für die 11.Klasse in einigen Bundesländern Deutschlands kein vernünftiger Lehrplan, d.h., der gelernte Stoff wurde wiederholt und gestreckt. Um diese Phasen des Leerlaufs zu unterbinden, wurde das Abitur um ein Jahr verkürzt.
Außerdem sollen die Abiturienten durch die Verdichtung in der Schule auf die Intensität des Studiums vorbereitet werden. Das Turboabitur zeigt zwar von der 7. bis zur 10. Klasse noch geringe Auswirkungen, was z.B. auch die Freizeit der Schüler betrifft. Wer jedoch das Abitur anstrebt, sollte einen Freizeitverlust in Kauf nehmen und Durchhaltevermögen beweisen.
Das Turboabitur erfordert durchaus Disziplin und Durchhaltevermögen. Ob die Schüler schlechter abschneiden werden als die G9-Absolventen ist noch nicht abzusehen. Dennoch sollte man stets den internationalen Konkurrenzkampf bedenken. Heutzutage suchen die Arbeitgeber vermehrt nach jungen Auszubildenden mit einem guten Abitur. Ob es in Zukunft Gymnasien geben wird, die das Abitur weiterhin in 13 Jahren anbieten werden, ist noch offen, wäre aber wünschenswert.
Gabriele-von-Bülow-Gymnasium | Sophie Dordevic | Klasse 8b

