Jugend debattiert: Berliner und Stuttgarterin gewinnen 2011
17.06.2011 in Uncategorized von JuS-Team
Sollte man beim Fußball den Videobeweis einführen? Oder einen muslimischen Feiertag zum gesetzlichen Feiertag machen? Das sind Fragen, über die man sich schon mal kräftig in die Haare geraten kann. Nicht so beim Bundeswettbewerb „Jugend debattiert“, der am 3.6.2011 im Auswärtigen Amt in Berlin stattfand.
Der Wettbewerb „Jugend debattiert“ folgt klaren Regeln: Debattiert wird jeweils zu viert über aktuelle politische und gesellschaftliche Streitfragen. Jeder Teilnehmer hat zu Beginn zwei Minuten ungestörte Redezeit, in der er seine Position – pro oder contra – darlegt. Anschließend folgen zwölf Minuten freie Aussprache. Für das Schlusswort steht jedem Redner eine Minute zur Verfügung, wobei er seine ursprüngliche Position auch verändern darf. Bewertungskriterien für die Debatte sind Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft.
Seit 10 Jahren begeistert „Jugend debattiert“ junge Menschen für politische Themen und vermittelt ihnen die Grundlagen für einen fairen und kompetenten Wettstreit mit Argumenten. Der Wettbewerb „Jugend debattiert“ war 2001 vom damaligen Bundespräsidenten Rau ins Leben gerufen worden. Was damals bescheiden an dreißig Schulen begann, hat sich inzwischen zum größten föderalen Projekt sprachlicher und politischer Bildung Deutschlands ausgewachsen. Im laufenden Schuljahr nahmen mehr als 100.000 Schüler teil.
Aus den besten acht Schülern, die sich zuvor in 16 Landesfinalen durchgesetzt hatten, haben die Juroren in Berlin die diesjährigen Bundessieger ermittelt. In der Klassenstufe 8 bis 10 ging es um das Einführen des Videobeweises bei der nächsten Fußball-WM. Hier setzte sich Carlotta Schramm vom Hegel-Gymnasium in Stuttgart-Vaihingen (Baden-Württemberg) durch. Beim Thema „Soll in Deutschland ein muslimischer Feiertag als gesetzlicher Feiertag eingeführt werden?“ in der Jahrgangsstufe 11 bis 12/13 konnte Alexander Schwennicke vom Evangelischen Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin den Wettbewerb für sich entscheiden.
Bundespräsident Christian Wulff hielt nicht nur eine beeindruckende Eröffnungsrede, sondern überreichte auch die Siegerurkunden. Er würdigte bei der Preisverleihung den Wettbewerb als Beitrag zur demokratischen Kultur.
Beide Sieger gewinnen die Teilnahme an einer Akademiewoche mit weiterem Rhetoriktrai-ning sowie die Aufnahme in das „Jugend debattiert“-Alumniprogramm. Das Projekt wird gemeinsam von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Stiftung Mercator und der Heinz Nixdorf Stiftung auf Initiative und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten durchgeführt.
Wenn man rückblickend den Tag betrachtet, erinnert man sich gern zurück an spannende Debatten, überaus gute Debattanten und interessante Reden geladener Politiker und Gäste.
Gabriele-von-Bülow-Gymnasium | Nora Pantke | Klasse 8b

