Überfischung der Meere
30.06.2010 in Beiträge Schuljahr 2009/2010 von JuS-Team
Fisch ist gesund und wir essen ihn gerne aber, leider ist das nicht sehr gut für die Fische, manche Fischarten sind schon kurz vor dem Aussterben.
Das liegt daran, dass es zu wenige Kontrollen und keine hohen Strafen gibt. Die EU-Staaten versäumen es regelmäßig, den Fang bedrohter Fischarten zu stoppen. Zum Beispiel ist die Überfischung des Blauflossenthunfisches der stärkste Raubbau im Meer, aber nicht der einzige.
Auf der gesamten Welt sind ungefähr 80 % der Gewässer überfischt. Wer das Massensterben im Meer verhindern will, muss anderen den Appetit verderben .Die Gründe für die Überfischung sind ökonomische Gier oder politisches Versagen. Es gibt zwar Fangrichtlinien aber keine der 53 größten Fischfangnationen hält sich dran. 34 der Nationen erfüllen nicht mal 40 % der Kriterien und noch immer blüht die illegale Fischerei .Viele Fischer profitieren von Lücken im Seerecht und fehlenden Kontrollen, denn ein Drittel aller Fänge gehen auf ihr Konto.
Besonders deutlich wird das Versagen der Politik am Bespiel der Europäischen Union, wo 88% der Bestände überfischt sind: Schutzgebiete fehlen größtenteils. Hohe Strafen bei Verstößen werden nur selten verhängt. Aus diesem Grund will die EU ihre Politik bis 2013 reformieren. Kein Zweig der Ernährungsindustrie ist seit den 70er Jahren so schnell gewachsen wie die Aquakultur, die Zucht von Fischen in Teichen oder Käfigen. Heute kommt fast jeder zweite Fisch aus der Zucht. Die Aquakultur ist der Hoffnungsträger für Kabeljau Heilbutt und viele andere Fischarten. Denn wenn wir Menschen selber Fische züchten, müssen wir nicht die Bestände im Meer abbauen. In der Praxis ist die Umweltbilanz der Zucht allerdings katastrophal. Häufig gelangen Fische aus Zuchtgewässern in natürliche Gewässer, kreuzen sich häufig mit wilden Fischen, zum Bespiel Wildlachse, und bedrohen so den ursprünglichen Bestand.
Doch auch in der Fischzucht gibt es ein Umdenken: Züchter füttern verstärkt mit pflanzlichen Stoffen oder Fischresten. Ökosiegel wie Bioland oder Naturland geben neue Richtlinien vor. 2011 will der WWF nun ein strenges Ökozertifikat für Zuchtfisch auf den Markt bringen. Es soll so erfolgreich werden wie das MSC-Siegel.
Grundschule am Kollwitzplatz | Vincent Wermer | Klasse 6c

