Meere- die Mülleimer der Zivilisation
30.06.2010 in Beiträge Schuljahr 2009/2010 von JuS-Team
Bis vor wenigen Jahrzehnten mussten z.B. die Eissturmvögel nicht so sehr darauf achten, was sie fraßen, denn alles, was nah an der Oberfläche schwamm, war für sie als Nahrung geeignet. Normalerweise ernähren sie sich von Fischen, Tintenfischen, Zooplankton und Fischereiabfällen.
Aber immer öfter finden Forscher in 90% der Vögelmägen bis zu 300mg Müll. Hochgerechnet auf den Menschen, entspricht das einer gut gefüllten Brotdose voll Plastik. Da die Vögel es weder verdauen noch ausscheiden können, verstopft es den Magen, sodass keine echte Nahrung mehr hindurch gelangt oder es beschädigt die Magenwand.
Der Müll in der Nordsee stammt von Schiffen. Doch der Großteil des Abfalls kommt vom Festland und gelangt über Flüsse in die Meere. So kommt es, dass mitten im Pazifik ein Müllteppich so groß wie Zentraleuropa schwimmt. Da sich das Plastik aber nicht zersetzt, sondern nur porös wird und in immer kleinere Teile zerfällt, wird es auf diese Weise wohl nie verschwinden.
Bereits ein sechstel der Ostsee gilt schon als Todeszone. Das sind ca. 70.000km² in der alles stirbt, was nicht schleunigst das Weite sucht. Der Grund dafür ist der übermäßige Einsatz von Dünger in der Landwirtschaft. So gelangen jährlich 35.000 Tonnen Nitrate und Phosphate in die Ostsee.
Nach UN Schätzungen wird dreimal mehr Müll angeschwemmt als Fisch herausgeholt.
Quelle: Quarks & Co
Grundschule am Kollwitzplatz | Friederike Püllenberg | Klasse 6c

