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Ist Arbeitssucht die neue Volkskrankheit

30.06.2010 in Beiträge Schuljahr 2009/2010 von JuS-Team


Seit ungefähr einem Jahrhundert ist es ein Erziehungsziel, dass zu den wichtigsten gehört, Geld durch eigene Arbeit zu bekommen. Jeder überarbeitet sich oder arbeitet sehr viel ohne daran zu denken, dass eine Sucht im Spiel sein könnte.

Alle Karrierevorbilder arbeiten viel, Top- Manager bis zu 60 Stunden in der Woche, Spitzensportler trainieren oft den ganzen Tag. Das Arbeiten ist für Geld und Erfolg der Schlüssel. Doch einige werden nicht reich, sondern krank. Bei den Betroffenen hat sie sich in eine Droge verwandelt. Bei der Arbeit hat sich irgendwann ein Hochgefühl eingestellt. Seitdem versuchen sie ihr tägliches Pensum schneller, besser und intensiver durchzuführen. Das ständige Arbeiten ist wichtig um das Hochgefühl wieder zu erreichen. Die Arbeitssüchtigen arbeiten so viel, das sie anfangen die Arbeit so zu verstecken wie andere den Schnaps. Sie Arbeiten frühmorgens oder spät abends, so dass sie niemand sieht. So wie Alkohol darf die Arbeit nie zu ende gehen. Sie wird immer mehr. Die Arbeitssüchtigen verlieren das Gefühl für Arbeitszeit und Privatzeit. Wenn am Wochenende gearbeitet wird ist das Ergebnis, dass die Arbeit immer im Vordergrund steht. Dadurch werden Freunde, der Partner oder die Partnerin und die Familie vernachlässigt.

Der Begriff Arbeitssucht und den Begriff Workaholic gibt es erst seit den 70er Jahren. In den USA fand man damals heraus, dass die Symptome von Arbeitssucht und Alkoholabhängigkeit sich erstaunlich ähneln. Viel arbeiten ist nicht gleich Sucht. Es ist auch nicht bekannt wie viele Arbeitssüchtige es gibt. Das Leiden der Arbeitssüchtigen setzt erst spät ein. Erst wen die Arbeit verloren geht, wird sichtbar, ob jemand Arbeitssüchtig war. Sie werden eine Krise, wie Heroinabhängige die an keinen Stoff mehr kommen, erleben. Missbrauch von Arbeit führt zu Verschließerscheinung. Danach Folgen seelische Störungen, Hörsturz, Magendurchbrüche, Herzinfarkt oder Hirnschlag. Sie fangen im Krankenhaus schon wieder an zu arbeiten. Im Bereich der Arbeitssucht sind Therapien selten erfolgreich.

Grundschule am Kollwitzplatz | Tessa Kommerell | Klasse 6c


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