Plastikmeer
30.06.2010 in Beiträge Schuljahr 2009/2010 von JuS-Team
Der Nordost-Pazifik, zwischen den Inseln Hawaiis und dem amerikanischen Festland, hat sich in den letzten Jahrzehnten von einem friedlichen blauen Ozean in eine riesige Plastikmüllhalde verwandelt. Dort erzeugt ein riesiges Hochdruckgebiet einen gigantischen Meeresstrudel, der sich im Uhrzeigersinn dreht. Die Folge ist ein fast geschlossener Müllteppich, der mittlerweile die Größe Zentraleuropas erreicht hat. Sechzig mal mehr Plastikpartikel als Plankton findet man dort zum Teil.
Der Plastikmüll ist für die dort heimischen Meerestiere lebensbedrohlich. Seevögel verwechseln den Müll mit Nahrung und ersticken an Plastikteilen oder verhungern und verdursten, da die Plastikteile ihre Mägen verstopfen und keinen Platz für echte Nahrung lassen. Meerestiere, die dieses Plastik mit Nahrung verwechseln und fressen, speichern die Gifte im Körper. Menschen und Tiere am Ende der Nahrungskette erhalten die höchste Dosis dieser Gifte. Die Gefahr ist also sehr groß für Mensch und Tier. Aber wo kommt das alles nur her?
Nur der kleinste Teil gelangt von den Schiffen in das Meer. 80 Prozent des Plastiks stammen ursprünglich vom Festland und wurden vom Wind und über Flüsse ins Meer getragen. Im Nordpazifikwirbel versammelt es sich, denn die Strömungen der Ozeane sind alle miteinander verbunden.
Was können wir dagegen tun?
1. Nimm zum Einkaufen einen Stoffbeutel statt einer Plastiktüte!
2. Trinke Leitungswasser oder Wasser aus Glasflaschen- verzichte auf EInwegflaschen!
3. Recycle Plastik so oft wie möglich!
4. Entsorge deinen Müll ordentlich, wirf ihn nicht einfach weg!
5. Mache Freunde und Verwandte auf ihren Plastikkonsum aufmerksam – ermutige sie, auf Plastik zu verzichten!
Grundschule am Kollwitzplatz | Rosa Lee Luna Markert | Klasse 6b

