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Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln – Ist das normal?

30.06.2010 in Beiträge Schuljahr 2009/2010 von JuS-Team


Berlin. Eine Hauptstadt und viele öffentliche Verkehrsmittel. Wunderbar könnte man denken, wären da nicht die vielen Attacken auf Fahrer und Fahrgäste. Jährlich werden über 500 Personen in den Berliner Bahnen und Bussen attackiert.

Die Übergriffe auf das Personal im öffentlichen Verkehr haben in den letzten vier Jahren erheblich zugenommen. Jährlich werden rund 300 Angriffe auf das Personal in Berlin gemeldet. Eines der Opfer eines Angriffes war zum Beispiel ein Fahrer der Nachtbuslinie 10. Er wurde laut Polizeibericht gegen 2.40 Uhr von einem Unbekannten verletzt und beschimpft.

Doch nicht nur Bus- und Bahnfahrer werden angegriffen, auch Fahrgäste werden immer häufiger Opfer von Gewalt oder Pöbeleien. Viele Eltern lassen ihre minderjährigen Kinder abends nicht mehr mit der Bahn fahren, da sie viel zu befürchten haben.

Die meisten Auslöser für solch eine Aggressivität, sind oft Aufforderungen den Fahrschein zu bezahlen, ihn vorzuzeigen oder leiser zu sein. Typisch für einen Angriff ist es dem Opfer einen Schlag auf den Kopf oder in den Bauch zu geben. Die Täter sind zwar überwiegend Männer zwischen 13 und 40 Jahren, aber es gibt kein einheitliches Täterprofil. Die häufigsten Gründe für die Übergriffe sind Trunkenheit oder „Spaß haben wollen“. Junge Täter tun es aber vor allem um ihre Männlichkeit zu beweisen oder um zu ihrer Gruppe dazuzugehören.

Vielleicht treibt manchen die Angst, angegriffen zu werden dazu lieber mit dem Auto zu fahren. Denn das Recherchieren ergab, dass sich ca. 25% der Berliner schon mal bedroht gefühlt haben.

Grundschule am Kollwitzplatz | Lisa Ezeoji | Klasse 6b


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