Spaß aus dem Glas – die Droge „Alkohol“
22.06.2010 in Beiträge Schuljahr 2009/2010 von JuS-Team
Immer mehr Jugendliche in zunehmend früherem Alter nehmen Alkohol zu sich. Alkohol ist für die heutige Jugend etwas Selbstverständliches geworden.
Viele Pubertierende versuchen Probleme wie Liebeskummer, Stress mit den Eltern oder schulischen Leistungsdruck in Form von erhöhtem Alkoholkonsum zu bewältigen. Die Jugendlichen sehen Alkohol als ein Mittel, das enthemmend und entspannend wirkt. Dabei ist ihnen nicht bewusst, dass erhöhter Alkoholkonsum auch erhebliche Folgen haben kann, denn Alkohol ist Nahrungsmittel, Genussmittel, Rauschdroge und Gift zugleich. Übermäßiger Alkoholgenuss zieht den gesamten Organismus in Mitleidenschaft. Am schlimmsten trifft es dabei die Leber. Die Schäden reichen von Leberschwellungen über die Entwicklung einer Fettleber bis hin zur Leberzirrhose. Außerdem können Herzschäden, Muskel- und Nervenerkrankungen sowie Kreislauferkrankungen entstehen.
Alkoholmissbrauch schädigt nicht nur den Körper, sondern auch die Psyche. Die Persönlichkeit verändert sich. Stimmungsschwankungen, Konzentrationsstörungen, Antriebslosigkeit und Interessenverarmung sind die ersten Anzeichen. Im fortgeschrittenen Stadium können Verfolgungswahn, Desorientierung und die Häufung erfundener Erzählungen auftreten. Es besteht erhöhte Selbstmordgefahr.
Leider konsumieren viele Eltern selbst jeden Abend Alkohol und werden so ihrer Vorbildfunktion nicht gerecht. Sie benötigen oft keinen feierlichen Anlass mehr, um ein Glas Wein zu trinken, sondern greifen immer häufiger zur Flasche, vielleicht, um dem hohen Leistungsdruck der Gesellschaft standzuhalten. Deshalb sehen junge Menschen nicht mehr die Gefahr „Alkohol“. In den zehn Jahren seit 2000 hat sich die Zahl der Klinikeinweisungen volltrunkener Jugendlicher von 11.500 auf 23.165 mehr als verdoppelt.
Unsere Gesellschaft muss bessere Aufklärungsarbeit in Schulen und Medien über die Droge “Alkohol” leisten. Verbote müssen nicht nur ausgesprochen, sondern noch schärfer durchgesetzt werden, so z.B. beim Verkauf von Alkohol an Minderjährige. Der Alkoholmissbrauch von Jugendlichen muss vom Jugendgericht bestraft werden.
Um Jugendliche zu schützen, muss die Gesellschaft das Problem „Alkohol“ thematisieren und aktiv handeln.
Gabriele-von-Bülow-Gymnasium | Sophie Dordevic | Klasse 10e

