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22.06.2010 in Beiträge Schuljahr 2009/2010 von JuS-Team


Organmangel – Doch, du könntest etwas dagegen tun

In Deutschland sterben täglich drei Menschen, die auf der Warteliste für ein Spenderorgan stehen. Rund 12.000 Menschen in Deutschland warten heute immer noch auf ein gesundes Spenderorgan. Die Spenderzahl sank im vergangenen Jahr auf den tiefsten Stand seit 2004. Als Folge mussten Tausende von Menschen ihr Leben aufgeben, obwohl sie immer mit der Hoffnung gelebt hatten, bald wieder gesund zu werden.

Warum aber kommt es zu solch einem tödlichen Organmangel?

Die Antwort ist klar: Die meisten Deutschen wären dazu bereit, sich auf eine Organspende nach dem Tod einzulassen, stehen aber der Anschaffung eines notwendigen Organspendeausweises gleichgültig gegenüber. Mit dem Organspendeausweis gibst du an, ob – und wenn ja, welche Organe – du nach dem Tod spenden möchtest. Besitzt du solch einen Organspendeausweis, dann kannst du dir sicher sein, dass du nach deinem Tod mehrere Leben retten könntest. Es wissen aber die wenigsten Jugendlichen über diesen Organspendeausweis Bescheid.

Auch in meiner Klasse stellte sich heraus, dass ein Drittel der Schüler nicht einmal weiß, was ein Organspendeausweis ist. Ihre Familienangehörigen besitzen zum größten Teil auch keinen und mehr als die Hälfte erhielt noch nie Informationsmaterialien aus ihrer Arztpraxis.

Nun habt ihr schon lange genug gewartet und wart euch des Ernstes der Sache vielleicht nicht so ganz bewusst. Aber du musst nicht länger warten! Hol‘ dir aus deiner Arztpraxis die notwendigen Informationsmaterialien zum Organspendeausweis und rette Leben! Es ist deine Entscheidung, denn bereits ab deinem 16. Lebensjahr könntest du entscheiden, ob du für oder gegen eine Organspende nach dem Tod bist!

Gabriele-von-Bülow-Gymnasium | Hasret Erünsal | Klasse 10d


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