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Die 6 goldenen Regeln zum Erfolg beim Eurovision Song Contest

22.06.2010 in Beiträge Schuljahr 2009/2010 von JuS-Team


Lena Meyer-Landrut war unser Star für Oslo und belegte am Samstag, den 29. 05. 2010, in der norwegischen Hauptstadt beim Eurovision Song Contest 2010 durch eine hervorragende Leistung den 1. Platz mit 246 Punkten.

Jedes Jahr im Frühjahr findet in Europa der Eurovision Song Contest statt, an dem Deutschland seit Beginn im Jahre 1956 teilnimmt und mit 53 Teilnahmen von 54 Wettbewerben am häufigsten dabei war. Im Jahr 1982 gewann Deutschland zum ersten Mal diesen internationalen Musikwettbewerb mit der Sängerin Nicole und dem Beitrag „Ein bisschen Frieden“. Sie verzauberte das Publikum und die Millionen TV-Zuschauer mit ihrer Stimme, ihrer weißen Gitarre und ihrer besonderen Ausstrahlung. Doch seit diesem Erfolgsjahr gewann Deutschland nicht mehr und schnitt stattdessen von Jahr zu Jahr schlechter ab. Vor allem im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts belegte Deutschland meist einen der letzten Plätze, in den Jahren 2005 und 2008 sogar den letzten. Folglich stellt sich die Frage: Worauf sollte man bei der Wahl eines Kandidaten achten, um beim Eurovision Song Contest erfolgreich abzuschneiden?

Jeder Kandidat, der teilnimmt, wird vom jeweiligen Land geschickt und repräsentiert es mit einem Lied.. Doch fast jedes Jahr werden aus Deutschland Interpreten geschickt, die bis dahin kaum jemand kannte. Die Chance, dass sie den Wettbewerb gewinnen und international berühmt werden, ist nur sehr gering, wenn sie noch nicht einmal in ihrem Heimatland Anerkennung als Sänger bekommen haben. Wenn man für einen Kandidaten, mit der Absicht, dass er gut abschneiden wird, abstimmt, sollte man deshalb unbedingt auf folgende Kriterien achten:

1. Der Kandidat sollte ausgezeichnet singen und die Menschen in den anderen Ländern mit seiner Stimme beeindrucken. Seine Stimme muss einzigartig und besonders sein.

2. Außerdem sollte der Kandidat über eine besondere Ausstrahlung verfügen. Sie muss ebenfalls einzigartig sein und sich im Gedächtnis der Zuhörer einprägen.

3. Die Musik sollte den Menschen ansprechen. Sie muss verständlich sein. Der Zuhörer muss sie mit etwas verknüpfen können, mit Gefühlen, die ihm schon widerfahren sind, oder sich durch die Musik an Situationen erinnern, die er schon kennt oder gerade durchlebt.

4. Außerdem muss man merken, dass der Kandidat die Musik versteht, spürt und mit ihr fühlen kann. Die Musik muss dem Sänger aus der Seele sprechen. Er muss sie so herüberbringen, als wären es seine eigenen Gefühle, seine eigenen Gedanken, seine eigenen Worte.

5. Der Auftritt sollte zum Nachdenken anregen und zeigen, was der Kandidat durch das Lied ausdrücken will. Die Bühne sollte dabei nicht leer bleiben. Sie ist so groß, damit man auf ihr etwas präsentieren kann. Nicht nur Farben, sondern auch Formen, Gegenstände, Kleidung, die räumliche Gestaltung und Nutzung der Bühne spielen eine erhebliche Rolle, um die Stimmung des Kandidaten auszudrücken.

6. Das letzte Kriterium enthält Elemente der fünf vorigen, es ist das Wiedererkennungsvermögen, das der Zuhörer entweder durch eine besondere Stimme, einzigartige Ausstrahlung oder ansprechende, verständliche Musik des Interpreten erlangt.

Fällt eines dieser Kriterien weg, so muss ein anderes stärker zur Geltung kommen, sodass der Kandidat den Hörer überzeugt. Das Wichtigste dabei ist, dass der Auftritt des Kandidaten im Gedächtnis der Zuhörer bleibt. Dementsprechend kann das Wiedererkennungsvermögen nicht wegfallen.

Kandidaten, die schon erfahren im Musikgeschäft sind und Anerkennung als Sänger bekommen haben, können mehr Kriterien umsetzen, und dies auch besser, als etwa junge Kandidaten, die noch kaum Erfahrungen in diesem Gebiet gesammelt haben. Außerdem re-präsentiert der Kandidat auch Deutschland. Das heißt, es sollte ein Kandidat geschickt werden, den auch viele in Deutschland kennen.

Ob diese Kriterien letztlich dafür ausreichen, den Eurovision Song Contest zu gewinnen, ist nicht vorhersehbar. Doch wenn wir uns fragen, warum wir in manchen Jahren so schlecht abgeschnitten haben, aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und die Kandidaten nach den genannten Kriterien gezielter aussuchen, kann man das Belegen der letzten Plätze beim Eurovision Song Contest vermeiden. Doch dass ein Favorit scheitert und ein Außenseiter siegt, kommt manchmal vor, und gerade das macht diesen Wettbewerb so spannend. Bei der Veranstaltung im Jahr 1970 sang Katja Ebstein so trefflich: „Wunder gibt es immer wieder, heute oder morgen können sie geschehen“ und belegte damit den dritten Platz.

Gabriele-von-Bülow-Gymnasium | Jenny Schwericke | Klasse 10b


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