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Cheerleading

21.06.2010 in Beiträge Schuljahr 2009/2010 von JuS-Team


Cheerleading ist ein Sport, bei dem man oft an kurze Röcke, PomPoms und viel freie Haut denkt. Sind solche Vorstellungen zutreffend – oder bilden sie klassische Klischees ab? Woher kommt Cheerleading eigentlich? Und was ist die Aufgabe von Cheerleadern?


Das erste Cheerleaderteam entstand im Jahr 1898, nachdem der Student Johnny Campwell das schon müde gewordene Footballteam der Universität von Minnesota wieder animieren wollte. Er stand auf und unterstützte das Team mit einem Schlachtruf. Als er alle Zuschauer unter Kontrolle hatte und alle zusammen für „ihre“ Footballer cheerten, gewann das Team, mit gestärktem Gefühl, das Spiel. Kurz danach bildete sich das erste Cheerleaderteam und gab sich den Namen „yell captains“, Einheizer.


Seither gibt es Cheerleaderteams, die allerdings zunächst nur männliche Mitglieder hatten. Da Cheerleading auch tänzerische und akrobatische Elemente aufwies, begeisterten sich in den 20er Jahren auch Frauen für diesen Sport. Heutzutage sind vorwiegend Mädchen und Frauen in Cheerleadervereinen organisiert.


In Berlin gibt es zurzeit ca. 15 Cheerleaderteams, das heißt mehr als 1040 aktive Cheerlea­der. Eine eigene Umfrage ergab, dass viele Jugendliche zwar wissen, bei welchen Veranstaltungen Cheer­leader mitwirken, doch nur 3 von 50 Befragten im Alter zwischen 15 und 17 Jahren wissen, welche Leistungen Cheerleader wirklich an den Tag legen müssen.


Im Vordergrund des Aufgabenbereiches Berliner Cheerleader steht die „Sideline-Arbeit“. Das bedeutet, dass sie sowohl die Footballer (Baskettballer, Fußballer usw.) als auch das Publi­kum animieren. Dies tun sie vor allem mit „Chants“, Unterstützung der Spieler durch Sprechgesänge, mimische, sowie gestische Untermalung. Chants können auch von sogenann­ten „Motions“, Armbewegungen, begleitet werden!


Ein weiterer Aufgabenbereich liegt beim selbständigen, teaminternen Trainieren für Cheer­leader-Meisterschaften. Bei einer Meisterschaft geht es darum, sich für eine nächste Meister­schaft zu qualifizieren. So kann man sich bei der Landesmeisterschaft, die einmal im Jahr stattfindet, mit genügender Punktzahl für die Deutsche Cheerleadermeisterschaft (DCM) qualifizieren. Die Punktzahl der Teams wird dabei von einer speziell ausgebildeten Punktrichter-Jury bewertet. Hierbei müssen sich alle an das sogenannte „Regelwerk“ halten. Im Regelwerk sind alle Vorschriften enthalten, zum Beispiel werden aktive Cheerleader nach Alter in einzelne Kategorien eingeteilt:
PeeWee: Aktive im Alter von unter 11 Jahren
Junior: Aktive zwischen 11 und 17 Jahren
Senior: Aktive ab 17 Jahren.


Auch ist im „Regelwerk“ die Höhe der „Pyramiden“ definiert, die sich von Kategorie zu Katego­rie unterscheidet. Die PeeWees z.B. dürfen nicht so hohe Pyramiden bauen wie die Seniors. Diese Pyramiden sind ein großer Bestandteil eines Cheerleaderprogramms, das nicht länger als 3 Minuten andauern darf. Neben Pyramiden gibt es auch „Stunts“, Tanz- und „Tumbling-Elemente“ sowie „Jumps“, die in einem guten Programm nicht fehlen dürfen. „Stunts“ sind Gruppen, die aus mindestens zwei und höchstens 6 Gruppenmitglieder bestehen, man spricht dann von „Partner-„ bzw. „Groupstunt“.. Bei den „Stunts“ gibt es eine „Top“, die nach Belieben in die Höhe gehoben wird und in ca. 2 Meter Höhe dann ihre Gelenkigkeit zeigt. Eine weitere Variante des „Groupstunts“ ist der „Basket-Toss“, hierbei wird die „Top“, die Person, die oben steht, in die Höhe geworfen und führt dann, je nach Leistungsstärke, verschiedene Elemente in der Luft aus. Eine Variante kann ein „Jump“ sein, also ein Sprung. Auch hier gibt es verschiedene Varianten und Formen! Eine andere ist, dass sie sich ein- bis zweimal um die Längs- oder Querachse ihres Körpers dreht. Oder sie führt „tumblings“ aus, turnerische Elemente, wie Räder, Radwenden, Flick-Flack und Ähnliches.


Wie man sich vorstellen kann, ist Cheerleading eine sehr anspruchsvolle Sportart mit Auftritten, Chants, Tänzen, Pyramiden, Stunts, Jumps- und Tumblingele­menten. Selbstverständlich tragen die Cheerleader bei ihren Auftritten kurze Röcke und feuern ihre Spieler mit PomPoms an, doch wie man sieht, ist das nicht die einzige Tätigkeit eines Cheer­leaders.

Gabriele-von-Bülow-Gymnasium | Sandy Krüger Klasse 10a


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