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Jugendliche protestieren für ihren Jugendclub

19.04.2012 in Freizeit, Gefühle, Kultur, Lebensstil, Meinen, Politik, Spaß, Unterwegs, Verstehen, Verändern, Visionen im Realitätscheck, Zukunft, Überleben von spreewildpraktikant

Aufführung eines Theaterstücks im "Werk9". Hier wird künstlerische Freiheit groß geschrieben. Foto: Jugendclub Werk9

„Werk9“ will weiter rocken

Von Madlen Schäfer


Die Sparmaßnahmen Berlins treffen derzeit speziell den Bereich der Kinder- und Jugendförderung. In erster Linie sind hier viele Berliner Jugendclubs von einer Schließung bedroht. So auch der Jugendclub „Werk9“ in Mitte. „Werk9“ ist ein künstlerisch-orientierter Jugendclub, in dem Musik- und Theaterprojekte realisiert werden können. Junge Bands können hier proben und Jugendliche in andere Rollen schlüpfen. Bei einer Schließung des Jugendclubs am 30. Juni dieses Jahres würden mehr als 200 Jugendlichen ihren Freiraum zur Selbstverwirklichung verlieren. „Für viele Jugendliche ist „Werk9“ ein zweites Zuhause. Hier können sie ihre Probleme künstlerisch verarbeiten und sich mit Gleichaltrigen austauschen“, berichtet Anja Wagner, Sprecherin vom Förderverein „Werk9 rockt e.V.“.


Schließung ihres Jugendclubs – so weit wollen es die Jugendlichen nicht kommen lassen. Ihre Botschaft ist: „Bezirk macht Mitte jugendfrei – nicht mit uns!“ Deswegen tun sie alles, um die Schließung zu verhindern.


Diesen Freitag, am 20. April, soll über die Sparmaßnahmen im Jugend-Hilfeausschuss im Bezirkamt-Mitte abgestimmt werden. Deshalb treffen sich alle Freunde des Jugendclubs am Nachmittag vor dem Bezirksamt und protestieren dagegen. Mit einer Theateraufführung und Songs soll dem Bezirksamt vor Augen geführt werden, dass den Jugendlichen ihr Club am Herzen liegt. Außerdem werden derzeit Unterschriften gegen die Schließung gesammelt. Ob diese Protestaktionen ausreichen werden, ist noch unklar. Allerdings verspricht Anja Wagner: „Wir werden weiter kämpfen!“


Weitere Infos gibt es hier.

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