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Prominent gefragt: Tine Wittler

23.01.2012 in Meinen, Prominent Gefragt, Spaß von spreewildpraktikant


Tine Wittler ist TV-Moderatorin und richtet anderer Leute Häuser ein. Foto: dpa

Tine Wittler fragt die Jugendredaktion: „Warum gibt es bei Defekten an technischen Geräten in einem Haushalt eigentlich immer Kettenreaktionen? Wenn erstmal ein Ding nicht mehr funktioniert, dann bestimmt am nächsten Tag das nächste auch nicht mehr! Oder kommt es einem nur so vor, als würde plötzlich alles auf einmal kaputtgehen?“


Die Jugendredaktion antwortet: Liebe Frau Wittler, ich habe ehrlich gesagt noch nichts dergleichen erlebt, und ich kenne auch niemanden, dem schon einmal alle Haushaltsgeräte nacheinander durchgebrannt sind. Ich könnte mich jetzt natürlich abmühen, Ihnen die Stromkreise der Physik zu erklären, aber irgendwie langweilt mich das, und ich glaube, Ihnen würde es nicht anders gehen. Außerdem habe ich von Physik auch nicht wirklich viel Ahnung.


Stattdessen erinnere ich mich lieber an einen Film, den ich letztens im Fernsehen gesehen habe. Die Komödie hieß „Geschenkt ist noch zu teuer“, Originaltitel: „The Money Pit“. Ich habe wirklich selten soviel gelacht. Tom Hanks spielt den jungen Anwalt Walter, der mit seiner Freundin Anna in eine Villa zieht, die ihnen von einer älteren Dame zu einem Schnäppchenpreis angedreht wurde. Gutgläubig und ohne jeden Zweifel, dass irgendetwas daran faul sein könnte, nehmen sie dieses Angebot an und ziehen ein. Die Villa ist jedoch marode und beginnt, schrittweise auseinanderzufallen – wie übrigens auch die Beziehung der beiden Hauptfiguren. Jedenfalls gibt es in einer Szene einen Kurzschluss der Haushaltsgeräte. Walter will sich nach einem Streit mit seiner Freundin zur Beruhigung einen Kaffee kochen, muss jedoch mitansehen, wie das Kabel der Kaffeemaschine entflammt und durch das gesamte Haus brennt. Kurz darauf explodieren alle anderen elektrischen Geräte im Haus. Und was macht Walter? Er fängt an zu lachen.


Für den Fall, dass ein Defekt tatsächlich in einer Kettenreaktion zu vielen weiteren führen sollte, empfehle ich genau das: lachen. Denn es kann kein weltliches Problem zugrunde liegen. Fast nie ist das der Fall. Niemand steht an der Supermarktkasse und verführt uns dazu, uns an der Schlange mit der längsten Wartezeit anzustellen, niemand programmiert die Ampeln so, dass immer Rot ist, wenn wir kommen. Und es kümmert sich auch niemand darum, dass Busse und Bahnen immer schon weg sind, wenn es darauf ankommt. Ist alles einfach Karma. Und ich wünsche Ihnen ein gutes.


Ihre Katrin Hartmann

One response to “Prominent gefragt: Tine Wittler”

  1. Patricia says:

    Ich kenne dieses Problem: geht der Staubsauger kaputt folgt meist darauf eine durchgebrannte Glühbirne und die Woche danach muss das Auto zur Werkstatt. Ich bin sicher; es gibt einen 20jahres-Rhytmus, der die Lebensdauer von Haushaltsgeräten bestimmt. Alle zwei Jahrzehnte muss alles ausgwechselt und viel Geld ausgegeben werden. Es ist aber zu vermuten, dass uns dieses Phänomen erst dann auffällt, wenn eine der Anschaffungen besonders teuer ausfällt. Dann scheint plötzlich alles kaputt zu gehen und den Geldbeutel regelrecht auszuplündern. Ein Fluch!

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