Was ist Crosslauf eigentlich?
23.03.2010 in Crosslauf, Schul-Cup, Spreewild, Training von steffimoeser
von Stefanie Möser
Dafür, dass der Crosslauf eine eher weniger populäre Sportart ist, besteht sie schon seit ca. 150 Jahren und kann eine beachtliche Geschichte aufweisen. Wie der Name schon vermuten lässt, hat der Crosslauf seinen Ursprung in England. Im späten 19. Jahrhundert wurden Läufe als Schnitzeljagden organisiert bzw. waren einfache Volksläufe zwischen zwei Dorfkirchen. Dabei galt es über Felder, Bäche, durch Wälder und über Hügel zu laufen – durch unwegsames Gelände also.
In Deutschland hat sich der Crosslauf, auch Querfeldeinlauf genannt, aus dem Waldlauf entwickelt und fand hier zu Beginn des 20. Jahrhunderts seine Anfänge. Die ersten Wettkämpfe auf deutschem Boden fanden im Jahre 1913 im Berliner Grunewald statt und wurden 1919 nach dem ersten Weltkrieg fortgesetzt, mit stetig wachsender Beliebtheit.
Der Crosslauf unterscheidet sich von den auf der Bahn ausgetragenen Laufdisziplinen dahingehend, dass er höhere Anforderungen an die Läufer hat. Stark variierendes Terrain, unwegsame Böden, hügeliges Gelände bis hin zu Hindernissen, die überquert werden müssen – all das charakterisiert eine Crosslaufstrecke. Heutzutage findet ein typischer Crosslauf auf einer Rundstrecke statt, wobei die Streckenlänge zwischen 4 und 15 Kilometern lang ist. Natürliche Hindernisse werden durch künstliche Hügel, Strohballen und Hürden ersetzt. Geeignete Strecken sind vor allem im Wald, auf Wiesen oder Pferderennbahnen zu finden.
Solltet Ihr jetzt Lust bekommen haben, Crosslauf auszuprobieren, hier ein paar Trainingsstrecken in Berlin: in der Wuhlheide, im Plänterwald, am Teltowkanal entlang, im Volkspark Friedrichshain und am kleinen und großen Wannsee entlang, nur um eine kleine Auswahl zu nennen.
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