Crosslauf – ein Selbstversuch
18.03.2010 in Crosslauf, Schul-Cup, Training von steffimoeser
von Stefanie Möser
Ein schöner sonniger Tag – „perfekt!“, dachte ich und zog los gen Olympiastadion, genauer gesagt zum Reiterstadion, das direkt nebenan liegt. Hier wollte ich meine erste Erfahrung im Crosslauf machen – ein Selbstversuch sozusagen
Die Strecke sah relativ einfach zu bewältigen aus, und ich dachte mir: „Was die Crossläufer können, kann ich schon lange.“ Ein Irrtum, wie sich nur zehn Minuten später herausstellen sollte. Aber der Reihe nach.
Das Reiterstadion war am frühen Morgen menschenleer. Ein paar Pferde in den benachbarten Ställen argwöhnten mein Treiben mit desinteressiertem Blick, aber ich ließ mich nicht stören und begutachtete die Strecke, suchte nach einem geeigneten Startpunkt. Die Strecke sah gar nicht so schwer aus, ich holte noch einmal tief Luft und los ging es. „Na, ist doch gar nicht so schwer,“ sprach ich mir nach den ersten Metern Mut zu, lernte aber nach weiteren zehn Metern den Streckenfeind kennen: Im Gegensatz zu normalen Läufern kämpfen sich die Crossläufer über meist unwegsames Gelände, über Stock und Stein, abseits befestigter Wege. Die Strecken sind oft mit Gras bedeckt und mit kleinen natürlichen Hindernissen gepflastert, zum Beispiel leichten Auf- und Abstiegen. Obwohl ich nur einen kleinen Teil der Strecke lief, die die Schul-Cup-Finalisten im Frühling bezwingen müssen, war ich nach etwa 50 Metern schon völlig außer Puste und hielt mir die Seite. Und das, obwohl ich mit gar nicht so vielen Hindernissen konfrontiert war. Ich war heilfroh, dass niemand in der Nähe war, der mein Scheitern mit ansah. „Ich ziehe den Hut,“ dachte ich mir noch völlig außer Atem, „ich ziehe ihn vor allen Crossläufern, die dieses Jahr beim Vattenfall Schul-Cup mitgemacht haben, vor allem vor den Finalisten und Finalistinnen.“
Nach ein paar Tagen spüre ich noch immer leichten Muskelkater in meinen Beinen und muss kleinlaut beigeben, dass Crosslauf schwieriger ist, als es aussieht. Beim Finale am 17. April im Reiterstadion werde ich auf jeden Fall wieder dabei sein, auch wenn nur als Zuschauer um alle Finalisten anzufeuern und ihnen zuzujubeln. Viel Glück!
















