Titelverteidiger punktet ohne Gnade
03.03.2010 in Basketball, Schul-Cup, Wettkampf von yvonne
Spannende Begegnung der Barnim-Oberschule und der Robert-Havemann-Oberschule in der Zwischenrunde des Vattenfall Schul-Cups
von Tino Träder, 20 Jahre
Bereits im Vorfeld des Spiels am 1. März in der Barnim-Oberschule war klar, dass die Gastgeber aus Ahrensfelde Favorit sind. Schließlich sind sie der Vorjahressieger in der Wettkampfklasse II der Jungen, und das von ihrem Trainer formulierte Ziel lautete klar und deutlich: Titelverteidigung. Für die Jungs der Robert-Havemann-Oberschule ging es laut Trainer dagegen eher darum „Erfahrungen zu sammeln und vor allen Dingen Spaß zu haben.“
Das erste Zwischenrundenspiel in der Gruppe 4 begann wie erwartet mit einer schnellen Führung für die Gastgeber. Das Robert-Havemann-Team wirkte anfangs sehr nervös und unkonzentriert. So stand es bereits nach drei Minuten 7:0. Die Barnim-Oberschüler waren deutlich aggressiver und konzentrierter. Sie nutzten konsequent die zahlreichen Fehler der Gäste, die in der Defensive überfordert und unbeholfen agierten. Erst nach dreieinhalb Minuten konnten die Schüler der Robert-Havemann-Oberschule erstmals punkten. Aber die Gastgeber waren durch ihre gut ausgespielten Angriffe bereits deutlich in Führung gegangen, und erste Unzufriedenheit machte sich bei den Gästen bemerkbar. Zum Ende des ersten Viertels stand es bereits 30:5 für die Ahrensfelder.
Im weiteren Spielverlauf bauten die Gastgeber ihre Führung weiter aus. Ihre körperliche Überlegenheit und die ungenutzten Chancen der Gäste verhalfen ihnen zu einer deutlichen Halbzeitführung von 60:19.

Motivation in der halbzeitpause. Foto: Tino Träder
Zum Anfang der zweiten Halbzeit stellten die Gastgeber personell um. Ihr bis dahin überragender Spieler mit der Nummer 12, Ochko Purevdorj, bekam eine Pause, und sie versuchten, mit schnellem Passspiel den Gegner in Bedrängnis zu bringen. Doch die Gäste konnten diese Veränderung und die damit entstandenen Schwierigkeiten der Barnim-Oberschüler nutzen. Sie kamen etwas besser ins Spiel und punkteten häufiger. Besonders die Nummer 6 des Robert-Havemann-Teams, Robin Kuhnert, wusste in diesem Viertel zu überzeugen. Die Gastgeber ließen im dritten Viertel ihre Passsicherheit und Zielgenauigkeit aus der ersten Halbzeit vermissen. So holten die Gäste auf 74:36 auf.
Im letzten Viertel allerdings waren die Robert-Havemann-Spieler wieder chancenlos. Sie wirkten kraftlos, ausgelaugt und niedergeschlagen. Die Gastgeber schickten ihren besten Mann wieder aufs Feld, und innerhalb kürzester Zeit waren sie wieder deutlicher in Front. In den letzten Minuten hatten sie nun leichtes Spiel – die Gegenwehr der Gäste war endgültig gebrochen. So kamen sie mit einem Endstand von 102:52 zu einem deutlichen Erfolg.

Beide Teams sorgten für ein dynamisches Spiel. Foto: Tino Träder
Und dieser war vollkommen verdient: Bis auf das dritte Viertel dominierte das Barnim-Team die gesamte Partie, die Spieler konnten immer in den richtigen Momenten punkten. Ihr Trainer Herr von Angern zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft durchaus zufrieden, war sich aber auch im Klaren darüber, dass noch ein wenig Arbeit bis zum erneuten Titelgewinn nötig ist. Der Trainer der Gäste räumte die Unterlegenheit seines Teams ein und führte diese auf die starke Nervosität und fehlende Erfahrung seiner Spieler zurück.
„Man of the match“ war ganz klar die Nummer 12 der Barnim-Oberschule: Ochko Purevdorj. Er konnte mit seinen Einzelaktionen und seinem sicheren Passspiel sich und seine Mitspieler immer wieder hervorragend in Szene setzen und trug so maßgeblich zum klaren Erfolg seines Teams bei.















