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Wie ein angriffslustiges Rhinozeros

15.01.2010 in Basketball, Schul-Cup, Training von jugendredaktion


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Das Training findet in kleinen Gruppen statt. Foto: Fritz Schumann

Ein Jahr lang haben die Schul-Cup-Teilnehmer hart trainiert – aber wie machen das die Profis? Ein Besuch in der Trainingshalle der Berliner Albatrosse


Für normalsportliche Menschen hat die Szene etwas Beruhigendes: So viel anders als die Schul-Cup-Finalisten scheinen die hauptberuflichen Basketballprofis auch nicht zu trainieren. Noch eher müde stehen die 14 Männer von ALBA BERLIN diszipliniert im Kreis, dehnen ihre Waden und lockern ihre Armmuskulatur. Wenn man nicht wüsste, dass es sich bei ihnen um Profispieler handelt, könnte man glatt meinen, hier bereite sich eine Schulklasse auf den Sportunterricht vor.


Doch schon wenig später steht fest: Die Männer, die hier auf dem Parkett stehen, wissen absolut, was sie tun. Sofort nach dem Dehnen geht es in der Trainingshalle – kein geringerer Ort als die ehrwürdige Max-Schmeling-
Halle – heiß her. Enthu-
siastisch beginnen die Spieler zu dribbeln. Bälle werden gegen die Bretter über den Körben geschmettert, quer über das Parkett jagen die Männer dem Ball hinterher, und Julius Jenkins macht den ersten Dunk des Tages. Keine Spur mehr von Schulsport, die Spieler geben alles: Es lastet ein erheblicher Druck auf ihnen, denn das Team, das im vergangenen Jahr Deutscher Meister wurde, ist fest entschlossen, seinen Titel zu verteidigen.


Cheftrainer Luka Pavicevic weiß, dass seine Spieler es nicht leicht haben: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht aus der Routine kommen, denn wir hatten vor dem Einzug in die Playoffs länger nicht gespielt“, sagt er. „Andererseits sind zu viele Spiele in zu kurzer Zeit auch eine hohe Belastung.“



Nach wenigen Minuten wird dem Beobachter klar, dass das Basketballtraining der Profis ein wenig wie der Anlauf eines angreifenden Rhinozerosses verläuft. Langsam beginnen die Spieler zu dribbeln und auf Körbe zu werfen. Ganz ungefährlich noch. Doch nach kurzer Zeit kommt das Rhinozeros richtig in Fahrt, die Trainer ziehen das Tempo an, kurze und kraftvoll vorgetragene Ratschläge hallen von den Wänden der Sporthalle wider. Nicht lange, und die Spieler haben ihre legendäre Spielgeschwindigkeit erreicht – ein Tempo, bei dem das Auge des Zuschauers nicht mehr mithalten kann.


Und dann, plötzlich, schrillt der Pfiff des Trainers durch die Halle. Ein letzter Korbleger, die Spieler werden langsamer, und ihre Minen erinnern wieder etwas an die von müden Schülern, die wissen, dass die Sportstunde vorbei ist und der trockene Unterricht wieder beginnt: Trainingsanalyse steht an. Beruhigend zu wissen, dass auch das Profibasketballer-Dasein nicht nur aus Spiel und Spaß besteht.
siastisch beginnen die Spieler zu dribbeln. Bälle werden gegen die Bretter über den Körben geschmettert, quer über das Parkett jagen die Männer dem Ball hinterher, und Julius Jenkins macht den ersten Dunk des Tages. Keine Spur mehr von Schulsport, die Spieler geben alles: Es lastet ein erheblicher Druck auf ihnen, denn das Team, das im vergangenen Jahr Deutscher Meister wurde, ist fest entschlossen, seinen Titel zu verteidigen.


Cheftrainer Luka Pavicevic weiß, dass seine Spieler es nicht leicht haben: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht aus der Routine kommen, denn wir hatten vor dem Einzug in die Playoffs länger nicht gespielt“, sagt er. „Andererseits sind zu viele Spiele in zu kurzer Zeit auch eine hohe Belastung.“


Nach wenigen Minuten wird dem Beobachter klar, dass das Basketballtraining der Profis ein wenig wie der Anlauf eines angreifenden Rhinozerosses verläuft. Langsam beginnen die Spieler zu dribbeln und auf Körbe zu werfen. Ganz ungefährlich noch. Doch nach kurzer Zeit kommt das Rhinozeros richtig in Fahrt, die Trainer ziehen das Tempo an, kurze und kraftvoll vorgetragene Ratschläge hallen von den Wänden der Sporthalle wider. Nicht lange, und die Spieler haben ihre legendäre Spielgeschwindigkeit erreicht – ein Tempo, bei dem das Auge des Zuschauers nicht mehr mithalten kann.


Und dann, plötzlich, schrillt der Pfiff des Trainers durch die Halle. Ein letzter Korbleger, die Spieler werden langsamer, und ihre Minen erinnern wieder etwas an die von müden Schülern, die wissen, dass die Sportstunde vorbei ist und der trockene Unterricht wieder beginnt: Trainingsanalyse steht an. Beruhigend zu wissen, dass auch das Profibasketballer-Dasein nicht nur aus Spiel und Spaß besteht.


von Vivian Yurdakul

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